Versickerungsflächen: Umfrage zu Planung, Genehmigung und Pflege

Bild des Autors erstellt am 24.06.2026
von Bodensee-Stiftung

Kommunen, Immobilienwirtschaft, Planende und Ausführende Betriebe sind eingeladen. Eine (auch anonyme) Teilnahme ist bis 6. Juli möglich.

Retentionsflächen entstehen heute auf vielen Grundstücken – als Auflage, als Teil der Freiflächengestaltung oder aus eigenem Interesse. Wie dieser Prozess erlebt wird, welche Gestaltungsmöglichkeiten wahrgenommen werden und welche Erfahrungen im laufenden Betrieb entstehen, ist bislang kaum systematisch erhoben.

Um ein realistisches Bild der aktuellen Praxis zu gewinnen, lädt das Projekt „RüBi: Mehr Rückhalt für Biodiversität“ diejenigen zur Teilnahme an einer Umfrage ein, die täglich damit befasst sind: Kommunen, Immobilienwirtschaft, Planende und Ausführende Betriebe.

Die Umfrage umfasst u. a. Fragen zur aktuellen Praxis, zu Entscheidungsprozessen, Rahmenbedingungen, zur Bewertung verschiedener Gestaltungsoptionen und zu möglichen Hürden und Potenzialen. Die Teilnahme dauert ca. 10 Minuten, die Angaben können anonym bis zum 6. Juli 2026 abgegeben werden.

Zum Umfragebogen für Kommunen

Zum Umfragebogen für Immobilienwirtschaft

Zum Umfragebogen für Planende

Zum Umfragebogen für Ausführende Unternehmen

Naturnah gestaltete Versickerungsfläche mit Wildblumen in einem Neubaugebiet

Naturnah gestaltete Versickerungsfläche in Wetzisreute. Solche Flächen können Regenwasser zurückhalten und gleichzeitig Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen. | © Bodensee-Stiftung

Oberirdische Versickerungsflächen können als wertvolle wechselfeuchte Habitate im Siedlungsraum biologische Vielfalt fördern und damit wertvolle Ökosystemleistungen wie Wasserreinigung oder Bestäubung unterstützen. Aktuell werden allerdings Retentionsflächen in Deutschland immer noch meist artenarm mit Rasen begrünt. Dabei kann eine naturnahe Gestaltung nicht nur zum Schutz der Biodiversität beitragen, sie kann auch helfen, die Versickerungsleistung in oberirdischen Retentionsflächen zu verbessern.

Das Projekt RüBi verfolgt das Ziel, die naturnahe Gestaltung oberirdischer Retentionsflächen in die Breite zu bringen. Adressiert werden in dem Projekt alle beteiligten Stakeholder (Planende, Ausführende, Kommunen und Bauherr*innen), um Vorbehalte abzubauen, machbare Lösungen aufzuzeigen und den Weg in eine neue Umsetzungspraxis zu finden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht nicht nur die Wissensvermittlung, sondern die konkrete Begleitung von Projekten und der Aufbau eines Netzwerks, das Vorbehalte abbaut und gute Praxis sichtbar macht.

 

Titelbild: © Bodensee-Stiftung

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