Biodiversität in der Lieferkette: Wie Schwalbe globale Verantwortung übernimmt

Bild des Autors erstellt am 28.05.2026
von CSCP gGmbH

Naturkautschuk verbindet Fahrradreifen mit tropischen Ökosystemen. Schwalbe zeigt, wie Unternehmen entlang globaler Lieferketten Verantwortung für Menschen, Rohstoffe und Lebensräume übernehmen können.

Ein Fahrradreifen wirkt auf den ersten Blick wie ein technisches Produkt. Er muss rollen, greifen, halten und lange funktionieren. Doch einer seiner wichtigsten Bestandteile ist natürlichen Ursprungs: Naturkautschuk. Die Spur eines Fahrradreifens führt damit weit über Werkhallen und Verkaufsregale hinaus, nämlich bis in tropische Regionen, in denen einige der artenreichsten und zugleich empfindlichsten Ökosysteme der Welt zu finden sind.

Für die Ralf Bohle GmbH, besser bekannt unter der Marke Schwalbe, beginnt Verantwortung deshalb nicht erst bei der Produktion, sondern bereits bei der Gewinnung der Rohstoffe. In der Naturkautschuk-Lieferkette wird entschieden, wie Wälder und Anbauflächen bewirtschaftet werden, ob Lebensräume erhalten bleiben und welche Perspektiven sich für die lokalen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ergeben.

Das Unternehmen arbeitet daran, Biodiversität systematisch zu berücksichtigen – nicht nur, um negative Auswirkungen zu vermeiden, sondern auch, um aktiv zur Stabilisierung und Regeneration von Ökosystemen beizutragen. Für dieses Engagement wurde Schwalbe im Jahr 2026 im Rahmen des Projekts „Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi“ mit dem Biodiversitätspreis für die Wirtschaft in der Kategorie „Biodiversität entlang der Lieferkette“ ausgezeichnet.

Bereits im Sommer 2024 haben wir mit Jens Timmerbeil, CSR-Manager des Unternehmens, über nachhaltigen Naturkautschukanbau gesprochen. Im aktuellen Interview knüpfen wir daran an und sprechen mit Noyan Ören, Junior-CSR-Manager bei Schwalbe, darüber, welche Rolle Biodiversität heute in der Lieferkette spielt, was die Auszeichnung bedeutet und welche nächsten Schritte geplant sind.

Nahaufnahme eines Schwalbe-Fahrradreifens an einem Fahrrad.

Fahrradreifen bestehen unter anderem aus Naturkautschuk – einem Rohstoff, der Schwalbes Lieferkette mit tropischen Ökosystemen verbindet. | © Schwalbe

Naturkautschuk ist für Fahrradreifen von zentraler Bedeutung und zugleich eng mit sensiblen Ökosystemen verbunden. Wann wurde bei Schwalbe klar, dass Biodiversität entlang der Lieferkette ein strategisch relevantes Thema ist?

Der Wendepunkt war, als wir begonnen haben, unsere Naturkautschuk-Lieferkette systematisch zu durchleuchten und dabei sehr deutlich wurde, wie eng unser Geschäftserfolg mit der Stabilität tropischer Ökosysteme verknüpft ist. Naturkautschuk stammt überwiegend aus Regionen mit extrem hoher Biodiversität – und gleichzeitig mit großen Risiken: Entwaldung, Monokulturen, Bodendegradation.

Uns wurde klar: Wenn wir langfristig hochwertige Reifen herstellen wollen, müssen wir dazu beitragen, dass diese Ökosysteme intakt bleiben. Biodiversität ist deshalb kein „Nice-to-have“-Thema am Rand, sondern eine strategische Voraussetzung für Versorgungssicherheit, Produktqualität und Resilienz unseres Geschäftsmodells.

Mit der Vertiefung unseres Engagements bei Fair Rubber und den ersten eigenen Projekten in Agroforstsystemen sowie im Regenwaldschutz haben wir Biodiversität dann ganz bewusst als essenzielles Handlungsfeld in unsere Nachhaltigkeitsstrategie integriert – mit klaren Verantwortlichkeiten im CSR-Team und der Perspektive, die gesamte Naturkautschuk-Lieferkette fair, entwaldungsfrei und regenerativ auszurichten.

In der Laudatio wurden drei zentrale Hebel Ihres Ansatzes genannt: Fair Rubber, Agroforstsysteme und der Schutz tropischer Regenwaldökosysteme. Wie greifen diese drei Ansätze aus Ihrer Sicht ineinander?

Wir betrachten die drei Ansätze als miteinander verzahntes System entlang der Lieferkette.

Fair Rubber setzt am Anfang an: Durch faire, entwaldungsfreie Beschaffung und eine Fair-Trade-Prämie von 0,50 € pro Kilogramm Trockenware stärken wir kleinbäuerliche Strukturen wirtschaftlich. So entsteht ein Anreiz, bestehende Flächen nachhaltig zu bewirtschaften, statt artenreiche Landschaften in intensive Monokulturen oder andere, oft entwaldungsintensive Nutzungen umzuwandeln. Im Fair-Rubber-Projekt konnten bereits über 3.000 Hektar Anbaufläche nachhaltig gesichert werden.

Mit unseren Agroforstprojekten auf Java gehen wir einen Schritt weiter: Wir wollen nicht nur Schäden vermeiden, sondern Ökosysteme aktiv aufwerten. In diesen dschungelähnlichen Anbausystemen wachsen Kautschukbäume gemeinsam mit vielfältigen heimischen Baum- und Pflanzenarten. Das erhöht die strukturelle Vielfalt, verbessert den Boden, stärkt den Wasserrückhalt und schafft neue Lebensräume.

Der Schutz tropischer Regenwaldökosysteme, mit der Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF), ergänzt das Bild auf Landschaftsebene. Hier geht es um den Erhalt besonders sensibler Lebensräume, um großflächige Regenwaldgebiete und um Schlüsselarten wie Orang-Utans als Schirmart. So verbinden wir faire Beschaffung, regenerative Landnutzung und klassischen Naturschutz zu einem ganzheitlichen Ansatz entlang unserer Naturkautschuk-Lieferkette.

Fair Rubber betrachtet nicht nur ökologische Fragen, sondern auch die Lebensbedingungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Warum ist diese soziale Dimension für die Biodiversität so wichtig?

Biodiversitätsschutz funktioniert nur, wenn er für die Menschen vor Ort eine Perspektive bietet. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stehen oft unter hohem ökonomischem Druck. Wenn der Preis für Naturkautschuk zu niedrig ist, steigt die Versuchung, Wälder abzuholzen, auf andere Kulturen umzusteigen oder Böden maximal auszubeuten.

Die Fair-Trade-Prämie von 0,50 € pro Kilo Trockenware ist deshalb mehr als ein finanzieller Bonus. Sie stabilisiert Einkommen, ermöglicht Investitionen in nachhaltige Bewirtschaftung, Schulungen und Infrastruktur und schafft Raum für langfristige Entscheidungen. Soziale Sicherheit reduziert den Druck, kurzfristig Flächen auszuweiten oder in weniger nachhaltige Nutzungen abzudriften.

Aus unserer Sicht ist die soziale Dimension damit ein ganz zentraler Hebel, um Biodiversität langfristig zu sichern: Wenn Menschen von nachhaltiger Landnutzung gut leben können, werden Wälder, Böden und artenreiche Kulturlandschaften eher erhalten und gepflegt, statt als „Reservefläche“ betrachtet zu werden.

Eine Person arbeitet zwischen Kautschukbäumen und sammelt Naturkautschuk.

Fair Rubber verbindet ökologische Verantwortung mit besseren Perspektiven für Menschen am Anfang der Lieferkette. | © Schwalbe

Auf Java arbeiten Sie daran, Monokulturen schrittweise durch artenreichere Agroforstsysteme zu ersetzen. Welche Veränderungen ergeben sich, wenn aus einer reinen Produktionsfläche wieder ein vielfältigeres Ökosystem entsteht?

Man sieht die Veränderung sowohl im Kleinen als auch im Großen. In Monokulturen dominiert eine einzige Pflanzenart, der Boden ist oft ausgelaugt, das Mikroklima ist extremer, und es gibt vergleichsweise wenig Lebensraum für Tiere.

In unseren Agroforstprojekten auf Java integrieren wir nach und nach verschiedene Baum- und Pflanzenarten, die mit Kautschuk kombiniert werden. Dadurch entstehen strukturreiche, mehrschichtige Systeme, die an natürliche Wälder erinnern.

Gleichzeitig profitieren die Bäuerinnen und Bauern von diversifizierten Einkommensquellen durch zusätzliche Nutzpflanzen wie beispielsweise Auberginen oder Bananen. Unser Ziel ist es, diese Flächen bis 2029 auf 100 Hektar auszuweiten und damit zu zeigen, dass wirtschaftlich tragfähige Naturkautschukproduktion und biodiversitätsreiche Agroforstsysteme sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig stärken.

Gemeinsam mit der Borneo Orangutan Survival Foundation engagiert sich Schwalbe für den Schutz tropischer Regenwaldökosysteme. Welche Rolle spielt aktiver Artenschutz in Ihrer Biodiversitätsstrategie?

Artenschutz ist für uns kein separates „Add-on“, sondern integraler Bestandteil unseres Biodiversitätsansatzes. Mit der Borneo Orangutan Survival Foundation arbeiten wir in Ökosystemen, die zu den artenreichsten der Welt gehören – und zugleich zu den bedrohtesten.

Orang-Utans sind dabei eine Schirmart: Wenn es gelingt, ihren Lebensraum zu schützen und wiederherzustellen, profitieren viele weitere Tier- und Pflanzenarten. Gemeinsam mit BOSF unterstützen wir Schutz-, Wiederaufforstungs- und Renaturierungsmaßnahmen, die inzwischen mehrere hunderttausend Hektar Regenwaldfläche positiv beeinflussen. Die Entwicklung dieser Flächen wird kontinuierlich dokumentiert – sowohl hinsichtlich der Waldstruktur als auch hinsichtlich des Artenschutzes.

Die Partnerschaft ergänzt unsere projektnahen Maßnahmen im Naturkautschukanbau um eine Landschafts- und Ökosystemperspektive. So schlagen wir eine Brücke zwischen konkreten Maßnahmen in der Lieferkette und dem langfristigen Erhalt ganzer Regenwaldökosysteme.

Tropischer Wald aus der Vogelperspektive.

Der Schutz tropischer Regenwaldökosysteme ist ein wichtiger Teil der Biodiversitätsstrategie von Schwalbe. | © Schwalbe

Viele Unternehmen tun sich schwer damit, Biodiversität in globalen Lieferketten greifbar zu machen. Wie messen oder bewerten Sie die Wirkung Ihrer Maßnahmen?

Biodiversität ist komplex und genau deshalb setzen wir auf eine Kombination aus klaren Kennzahlen, qualitativen Indikatoren und wissenschaftlicher Begleitung.

Im Fair-Rubber-Kontext erfassen wir unter anderem die nachhaltig bewirtschaftete Fläche, aktuell über 3.000 Hektar, und die ausgeschütteten Prämien, die direkt in kleinbäuerliche Strukturen fließen. Über das Fair-Rubber-System erreichen wir inzwischen mehr als 4.400 Begünstigte, deren Einkommen wir stabilisieren und damit auch Anreize für eine langfristig naturverträgliche Bewirtschaftung schaffen. In den Agroforstprojekten auf Java dokumentieren wir Flächengrößen, Pflanzdichten, Artenzusammensetzungen und Bodenzustand. Hier arbeiten wir beispielsweise mit dem Indonesian Rubber Research Institute zusammen, um die ökologische Entwicklung belastbar zu bewerten.

Im Regenwaldschutz mit BOSF werden die geschützten und wiederhergestellten Flächen sowie populationsrelevante Daten – Zahl der geschützten und geretteten Orang-Utans – kontinuierlich erhoben.

Übergeordnet ist unser Ziel, Biodiversität bis 2035 so systematisch in unsere Prozesse integriert zu haben, dass 100 % unseres Naturkautschuks fair und regenerativ erzeugt werden. Auf diesem Weg entwickeln wir unsere Monitoring-Systeme laufend weiter, um nicht nur Inputs und Flächen, sondern auch ökologische Wirkungen immer besser abbilden zu können.

Wichtig ist uns zudem Transparenz: Mit unserem jährlich erscheinenden CSR Magazin machen wir Fortschritte, Erfolge, aber auch Rückschritte offen sichtbar. So wird unser Engagement für Biodiversität und nachhaltige Lieferketten für alle Leserinnen und Leser greifbar und nachvollziehbar.

Bei der Preisverleihung wurde deutlich, dass Schwalbe Naturkautschuk nicht isoliert betrachten möchte, sondern die verschiedenen Projekte stärker miteinander verbinden will. Was bedeutet dieser ganzheitliche Ansatz konkret für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie?

Für uns war der Biodiversitätspreis auch eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind – aber eben nicht am Ziel. Der ganzheitliche Ansatz bedeutet konkret, dass wir nicht mehr in einzelnen Projektsilos denken, sondern in Wirkungszusammenhängen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Fair Rubber, Agroforstprojekte und Regenwaldschutz sind deshalb Bausteine einer übergeordneten Strategie: der fairen, entwaldungsfreien und regenerativen Naturkautschukbeschaffung. Ergänzt wird das durch unsere Klimastrategie, die sich am 1,5-Grad-Ziel orientiert, die Validierung unserer Klimaziele durch die Science Based Targets initiative (SBTi) und unser Engagement für Kreislaufwirtschaft mit eigenen Recyclingsystemen für unsere Kernprodukte.

Unser Anspruch ist, dass diese Elemente zusammenspielen: Weniger Primärrohstoffbedarf durch Recycling, bessere Landnutzung durch Agroforst, soziale Stabilität durch faire Preise und langfristiger Schutz von Ökosystemen durch Naturschutzpartnerschaften. So wird Biodiversitätsschutz vom Projekt zur Leitplanke der gesamten Unternehmensstrategie.

Welche Rolle spielen Kundinnen und Kunden bei diesem Thema? Wird Biodiversität bei Fahrradreifen bereits als Qualitäts- oder Kaufargument wahrgenommen?

Das Bewusstsein für Biodiversität wächst, aber es ist noch nicht so etabliert wie etwa das Thema Klimaschutz. Viele Kundinnen und Kunden verbinden nachhaltige Produkte zunächst mit CO2-Reduktion oder Recycling. Wir merken jedoch, dass das Interesse stark steigt, sobald wir die Verbindung zwischen einem scheinbar technischen Produkt wie einem Fahrradreifen und tropischen Ökosystemen sichtbar machen. Wenn klar wird, dass hinter einem Reifen Naturkautschuk aus sensiblen Lebensräumen steckt, werden Fragen nach Herkunft, Anbau und sozialer Verantwortung sehr konkret.

Unsere Aufgabe ist es, diese Geschichten transparent und verständlich zu erzählen – in unserem CSR Magazin, auf der Website oder direkt im Handel. Langfristig sehen wir Biodiversität als Qualitätsmerkmal: Ein Reifen, dessen Rohstoffe aus fairen, entwaldungsfreien und biodiversitätsfördernden Systemen stammen, bietet nicht nur technische Performance, sondern steht auch für eine verantwortungsvolle Art des Wirtschaftens.

Schwalbe wurde 2026 mit dem Biodiversitätspreis für die Wirtschaft ausgezeichnet. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie – insbesondere mit Blick auf Ihren langfristig angelegten Weg, der weit über den eigenen Standort hinausreicht?

Sie würdigt intern das Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen, die Biodiversitätsschutz oft zusätzlich zum Tagesgeschäft voranbringen – im CSR-Team, in der Beschaffung, der Produktentwicklung und der Geschäftsführung. Für ein Familienunternehmen wie wir es sind ist das eine Bestätigung, dass langfristiges Denken und Pioniergeist gesehen werden.

Gleichzeitig verstehen wir den Preis als Auftrag, unseren Ansatz weiterzuentwickeln und transparent zu teilen. Er zeigt, dass ein mittelständischer Spezialist für Fahrradreifen globale Lieferketten aktiv mitgestalten und positive ökologische Wirkungen in tropischen Regionen erzielen kann.

Die Auszeichnung bestärkt uns darin, unsere Ziele konsequent zu verfolgen – und dafür zu arbeiten, dass Biodiversitätsschutz sowohl in unserer Branche als auch darüber hinaus zum Standard wird.

Noyan Ören von Schwalbe ist digital zur Preisverleihung des Biodiversitätspreises für die Wirtschaft 2026 zugeschaltet.

Noyan Ören von Schwalbe war digital zur Preisverleihung in Berlin zugeschaltet. | © Tom Maelsa

Welchen Ratschlag würden Sie anderen Unternehmen geben, die Biodiversität stärker in ihre Lieferketten integrieren möchten, aber vor der Komplexität globaler Rohstoffströme zurückschrecken?

Mein wichtigster Rat: Fangen Sie dort an, wo Ihr größter Hebel liegt – meist am Anfang der Lieferkette. Man braucht nicht sofort ein perfektes Monitoring, aber ein klares Bild dazu, welche Rohstoffe aus sensiblen Regionen stammen und wo die größten Biodiversitätsrisiken liegen. Suchen Sie sich starke Partner wie Fair Rubber e. V., Naturschutzorganisationen oder wissenschaftliche Institute, denken Sie Biodiversität langfristig und strategisch mit Klima und sozialen Aspekten zusammen – und kommunizieren Sie Ihren Weg transparent, auch wenn noch nicht alles perfekt ist.

Verantwortung beginnt dort, wo der Rohstoff wächst

Der Ansatz von Schwalbe zeigt, dass Biodiversität entlang globaler Lieferketten nicht abstrakt bleiben muss. Sie entscheidet sich an konkreten Orten: auf Anbauflächen, in tropischen Ökosystemen, in der Zusammenarbeit mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und in der Frage, welche Art von Rohstoffgewinnung ein Unternehmen unterstützt.

Entscheidend ist der Perspektivwechsel: Biodiversität wird nicht erst am Ende der Wertschöpfungskette berücksichtigt, sondern dort, wo viele Auswirkungen entstehen, nämlich am Ursprung der Rohstoffe. Dabei greifen faire Beschaffung, regenerative Anbausysteme und der Schutz von Ökosystemen ineinander.

Für andere Unternehmen liegt darin eine wichtige Erkenntnis. Wer Biodiversität in der Lieferkette stärken will, muss nicht alles auf einmal lösen. Aber es braucht Transparenz, langfristige Partnerschaften und die Bereitschaft, ökologische und soziale Fragen gemeinsam zu betrachten. Denn dort, wo Rohstoffe entstehen, entstehen auch Verantwortung und Gestaltungsspielräume.

Schwalbe ist zudem Teil des regionalen Biodiversitätsbündnisses im Raum Köln, das im Rahmen des UBi-Projekts ins Leben gerufen wurde. In diesen Bündnissen werden Unternehmen, Institutionen und weitere Akteure zusammengebracht, um Biodiversität praxisnah in unternehmerische Prozesse zu integrieren und voneinander zu lernen.

Unternehmen, die sich mit ihren eigenen Auswirkungen und Abhängigkeiten beschäftigen möchten, finden im Projekt „Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi“ praxisnahe Unterstützung. Der Signifikanz-Check bietet einen ersten Einstieg, um Biodiversität systematisch im Unternehmen zu verorten und konkrete Handlungsfelder zu identifizieren.

Interviewpartner:

Noyan Ören
Junior-CSR-Manager

Ralf Bohle GmbH – Schwalbe
Otto-Hahn-Straße 1
51580 Reichshof
Deutschland
www.schwalbe.com

E-Mail: n.oeren@schwalbe.com

 

Titelbild: Copyright Schwalbe

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