Die zehn Finalisten des „Biodiversitätspreises für die Wirtschaft 2026” stehen fest – und jetzt sind Sie gefragt: Stimmen Sie für Ihren Favoriten und entscheiden Sie mit über den Publikumspreis!
Nach der Bewertung zahlreicher Bewerbungen durch eine unabhängige Jury wurden Unternehmen ausgewählt, die mit besonders überzeugenden Ansätzen zur Förderung der biologischen Vielfalt überzeugen. Die Bandbreite der Ansätze reicht von nachhaltigen Lieferketten bis hin zur naturnahen Gestaltung von Unternehmensstandorten.
Dabei wird deutlich: Biodiversität ist längst mehr als ein ökologisches Anliegen. Unternehmen, die sich aktiv engagieren, stärken ihre Resilienz, sichern ihre Ressourcenbasis langfristig und positionieren sich als zukunftsfähige Akteure in einem zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Marktumfeld. Gleichzeitig gewinnt das Thema auch politisch weiter an Bedeutung: Mit der Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 rückt die Integration von Biodiversität zunehmend in den Fokus von Wirtschaft und Gesellschaft.
Die öffentliche Abstimmung läuft bis zum 1. April 2026.
Biodiversität in der Praxis: Zehn Unternehmen, zehn Ansätze
Die Finalisten zeigen, wie vielfältig unternehmerisches Engagement für Biodiversität aussehen kann und dass es bereits konkrete Lösungen gibt.
Auch regionale Biodiversitätsbündnisse leisten einen wichtigen Beitrag: Sie unterstützen Unternehmen dabei, Biodiversität praxisnah in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren – etwa durch fachlichen Austausch, gemeinsame Formate und konkrete Umsetzungsimpulse. Sie zeigen, dass Kooperation ein zentraler Faktor ist, um Biodiversität nachhaltig im unternehmerischen Handeln zu verankern.
Die Finalisten im Überblick
Kategorie: Lieferkette
In dieser Kategorie stehen Unternehmen im Fokus, die Biodiversität entlang ihrer Wertschöpfungsketten systematisch berücksichtigen.
Neumarkter Lammsbräu: Die deutsche Brauerei und Mälzerei Neumarkter Lammsbräu setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Landwirt:innen und entwickelt individuelle Kulturlandpläne. Auf Basis fundierter Analysen entstehen konkrete Maßnahmen für Ackerflächen, Grünland und Hofstellen, die die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig eine landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.
Ralf Bohle GmbH: Die Ralf Bohle GmbH – Schwalbe fördert seit 2011 die Biodiversität entlang seiner Naturkautschuk-Lieferkette. Durch faire Beschaffung, nachhaltige Landnutzung und die Stärkung kleinbäuerlicher Strukturen wurden bereits über 3.000 Hektar Lebensräume gesichert. Ihre CSR-Vision reicht bis in das Jahr 2040 und denkt hierbei das Thema Biodiversität mit.
Bauck GmbH: Auch die Bauck GmbH schafft mit ihrer Initiative „Bauck pflanzt Vielfalt” neue Lebensräume in der Agrarlandschaft. Die Maßnahmen fördern Bestäuber, verbessern ökologische Funktionen und stärken das Bewusstsein für Biodiversität im Unternehmen und darüber hinaus.
Kategorie: Naturnahe Firmengelände
Im Mittelpunkt stehen hier Unternehmen, die ihre eigenen Flächen gezielt als Lebensräume gestalten.
Cemex Zement GmbH: Die Cemex Zement GmbH entwickelt seit 2019 ihr Werksgelände Schritt für Schritt zu einem biodiversitätsfördernden Standort. Blühflächen, Biotope, Monitoring und Bildungsangebote werden systematisch aufgebaut und kontinuierlich erweitert. Biodiversität ist fester Bestandteil ihrer Umwelterklärung und auf mehreren Unternehmensebenen verankert.
Heinrich Krieger KG: Die Heinrich Krieger KG schafft gezielt Lebensräume für seltene Arten auf ihren Betriebsflächen und zeigt, wie Naturschutz und Rohstoffgewinnung zusammen gedacht werden können. Das Unternehmen führt an allen Standorten fortlaufend die verschiedensten Maßnahmen zum Schutz bestimmter Arten und Lebensräume.
Spir Star AG: Die Spir Star AG engagiert sich seit 2019 aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt. Ihr Firmengelände wurde konsequent zu einem biodiversitätsfördernden Standort weiterentwickelt. Unter fachlicher Begleitung konnten vielfältige Lebensräume auf großer Fläche gestaltet werden.
ALB-GOLD Teigwaren GmbH: Auch die ALB-GOLD Teigwaren GmbH gestaltet ihre Unternehmensflächen gezielt biodiversitätsfördernd. Ein großflächiger Naturgarten mit Blühwiesen, Feuchtbiotopen und vielfältigen Lebensräumen dient sowohl dem Artenschutz als auch der Umweltbildung und macht Biodiversität für Besucher:innen erlebbar.
BEW Berliner Energie und Wärme GmbH: Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH integriert Biodiversität seit 2021 fest in ihr Umweltmanagementsystem und setzt auf wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung ihrer Standorte. Dabei zeigt sich, wie industrielle Standorte aktiv zur Stärkung urbaner Natur beitragen können.
Netze BW GmbH: Mit dem Projekt „Summspannwerke“ verwandelt die Netze BW GmbH technische Infrastruktur in Lebensräume für Bestäuber und verbindet so Netzausbau mit Naturschutz. Seit 2019 entstanden rund 170.000 m² Blumenwiesen in Baden-Württemberg. Jährlich sollen zehn weitere Standorte mit jeweils mindestens 500 m² hinzukommen.
L’Oréal in Muggensturm: Das Logistikzentrum von L’Oréal in Muggensturm zeigt, wie Biodiversität von Beginn an in die Standortentwicklung integriert werden kann – von Gründächern bis hin zu strukturreichen Außenflächen.
Jetzt abstimmen und mitentscheiden
Welches dieser Unternehmen überzeugt Sie am meisten? Mit Ihrer Stimme machen Sie sichtbar, welche Lösungen für mehr Biodiversität in der Wirtschaft besonders überzeugen und tragen dazu bei, dass erfolgreiche Ansätze mehr Aufmerksamkeit und Nachahmung finden.
Stimmen Sie bis zum 1. April für Ihren Favoriten ab und vergeben Sie den Publikumspreis des UBi-Wettbewerbs 2026. Weitere Informationen zu den Finalisten sowie die Möglichkeit zur Abstimmung finden Sie auf der offiziellen Wettbewerbsseite.