Aus Wissen entstehen Möglichkeiten
Biodiversität ist für fast jedes Unternehmen relevant, aber nicht immer leicht zu greifen. Wo liegen die eigenen Abhängigkeiten? Welche Auswirkungen entstehen an Standorten, entlang von Lieferketten oder bei Rohstoffen? Und welche Maßnahmen passen zum Unternehmen?
UBi hat dafür Wissen so aufbereitet, dass daraus Orientierung und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Wer sich zunächst orientieren möchte, findet auf der Seite Biologische Vielfalt einfach erklärt einen verständlichen Einstieg. Für Unternehmen, die eigene Auswirkungen und Abhängigkeiten einschätzen möchten, bieten der Signifikanz-Check und die Biodiversity-Checks passende nächste Schritte. Vertiefende Materialien, Leitfäden und Dokumentationen sind im Wissenspool gebündelt.
„Durch den Biodiversitätscheck konnten wir bestehende Lücken identifizieren, die wir nun in unserer Strategie schließen werden.“ – Michaela Weber, Group Managerin Environmental Management & Product Compliance, Marc O’Polo (2025)
Wo Austausch Wirkung entfaltet
Biodiversität berührt viele Bereiche unternehmerischen Handelns und bringt entsprechend unterschiedliche Fragen mit sich. Unternehmen brauchen fachliche Orientierung, Beispiele aus der Praxis und Räume, in denen Erfahrungen geteilt werden können. UBi hat dafür unterschiedliche Austauschformate geschaffen, ob digital, vor Ort oder in regionalen Netzwerken.
Das UBi-Dialogforum hat sich als nationale Jahreskonferenz für Wirtschaft und Biodiversität etabliert. Seit 2022 kamen pro Jahr zwischen 200 und 350 Teilnehmende bei den Dialogforen von UBi zusammen. Ergänzend griffen Digitale Dialoge, Webinare und Workshops aktuelle Themen auf.

Dialogforum von UBi 2024 im Allianz Forum in Berlin | © Katja Zimmermann
Eine wichtige Rolle spielte zudem der UBi-Unterstützerkreis. Dort kamen Verbände und Organisationen zusammen, die Biodiversität in ihre eigenen Netzwerke tragen, Informationen weitergeben und als Multiplikatoren für Unternehmen wirken konnten.
Besonders konkret wird diese Zusammenarbeit in den Biodiversitätsbündnissen. Dort kommen Unternehmen, Naturschutzorganisationen, wissenschaftliche Institutionen sowie Verwaltung und Politik in einer Region zusammen. Die Bündnisse schaffen Raum für Austausch, Good-Practice-Beispiele, Expert:innenwissen und gemeinsame nächste Schritte.
„Im Bündnis haben wir verlässliche Partner für die Realisierung einiger Projekte gefunden. Ohne das Netzwerk hätte das viel länger gedauert.“ – Gissela Riccio, Referentin für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung, BEW Berliner Energie und Wärme GmbH (2026)
Auch digital ist aus UBi ein wachsendes Business-Netzwerk entstanden. Über LinkedIn wurden Projektneuigkeiten, Veranstaltungen, Materialien und Beispiele aus der Praxis sichtbar gemacht und Biodiversität als Thema für den professionellen Austausch in der Wirtschaft gestärkt.
Wie Branchen Biodiversität übersetzen
Biodiversität wird je nach Branche an anderen Stellen relevant: bei Rohstoffen und Lieferketten, bei Standards und Produktionsprozessen, bei Flächennutzung, Finanzierung, Standortqualität oder Naturerlebnis. Deshalb braucht es branchenspezifische Zugänge statt allgemeiner Antworten.
UBi hat diese Unterschiede gemeinsam mit Branchenakteuren bearbeitet. Für Lebensmittelwirtschaft, Textil, Tourismus, Bau- und Heimwerkermärkte, Chemie, Pflanzenproduktion und Finanzwirtschaft entstanden unterschiedliche Angebote und Materialien. Sie zeigen, an welchen Stellen Biodiversität für die jeweilige Branche besonders relevant wird, und geben Unternehmen Orientierung zu wichtigen Auswirkungen, Abhängigkeiten und Handlungsfeldern.
Einige der im Projekt entwickelten Ansätze wurden darüber hinaus in bestehende Standards, Beschaffungsprozesse und Branchenstrukturen aufgenommen und können dort weiterwirken.

Im Rahmen von UBi wurden branchenspezifische Formate entwickelt, die fachlichen Austausch und praxisnahe Orientierung ermöglichen. Hier ist ein Einblick in das Fachforum zur Automobilbranche beim Dialogforum von UBi 2025. | © Sebastian Höhn