Rückblick Dialogforum 23: Melting Pot der Biodiversität

Bild des Autors erstellt am 07.07.2023
von CSCP / Ellen Land

Dialogforum 2023

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich für Unternehmen verschlechtert. Die planetaren Grenzen sind durch die Dreifach-Krise gefährdet, da zeigt das Projekt UBi auf der nationalen Konferenz positive Impulse in Berlin. Hier entsteht ein Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik, Naturschutz und Wissenschaft und zeigt wie das gelingen kann.

BiGCi Grafik

Die nationale Konferenz zu Biodiversität und Wirtschaft war ein großer Erfolg.

In direkter Nachbarschaft zum Brandenburger Tor trafen sich am 6. Juni 2023 mehr als 160 Teilnehmende aus Unternehmen und Verbänden. Im Videogrußwort von Bundesministerin Steffi Lemke sprach diese von den Anforderungen an die Wirtschaft, den Erhalt der biologischen Vielfalt national und international voranzutreiben. Sie begrüßte den Austausch bei diesem Event und im Projekt.

 

Die Podiumsdiskussion wurde mit der Ankündigung von Frau Dr. Christiane Schell (BfN) begonnen, dass der Prozess für die Überarbeitung der Nationalen Biodiversitätsstrategie jetzt beginnt. Dr. Christine Lemaitre (DGNB), Martin Kaiser (Greenpeace), Dr. Sebastian Bolay (DIHK Service) und Frau Dr. Schell, alle vier haben sich mit dem Publikum über positive Signale ausgetauscht, aber auf Schnelligkeit gepocht. Ein besonderes Thema bildete die europäische Taxonomie.

 

Dr. Sebastian Bolay weiß, dass es auf Kooperationen ankommt, deshalb meinte er:

„Wir wollen unsere Industrie- und Handelskammern zu Kompetenzzentren für Biodiversität ausbauen. Der Vorbildeffekt von Unternehmen und lokale Netzwerke sind wichtig. Wir schaffen lokale Netzwerke und verbinden sie mit der Politik.“

 

Foto Katja Zimmermann / Biodiversity in Good Company Bühne

Mit Biodiversität Erfolgserlebnisse schaffen

„Wir müssen von den Klimaweltkonferenzen lernen und schneller sein als die großen Lobbyorganisationen. Wir können im Gegensatz zur Klimakrise bei der biologischen Vielfalt Erfolgserlebnisse schaffen“,

so Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand, Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), auf dem Podium.

Zusammenarbeit bei den Zielen

Foto Katja Zimmermann / Biodiversity in Good Company

 

Alle waren sich einig, dass die nationalen Regularien im Berichtwesen, das Lieferkettengesetz und auch Standards wie EMAS wirken und zu einem Umdenken und Handeln in der Wirtschaft und auch bei den Konsumenten führt. Besonders international agierende Unternehmen kommen um die veränderten Maßnahmen nicht herum. Die gesteigerten Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichte und die der Finanzbranche werden erreicht, zunehmend auch den Mittelstand. Doch adressierten die Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter auch den Wunsch nach Planbarkeit und klaren, erreichbaren Zielen.

„Wir sehen, dass auf Firmenseite, die Kompetenz unsere Ansprechpartner gewachsen ist. Auch die Regelungen und dass das Nachhaltigkeitsmanagement in den Unternehmen mehr Rückhalt in den Chefetagen bekommt ist merklich.“

, so Stefan Hörmann, der auch schon in der vorherigen Periode des Projekts dabei war.

Biodiversität wird in den Unternehmen zunehmend wahrgenommen

Mit Spannung wurden die ersten Ergebnisse einer Umfrage erwartet, die am Nachmittag vorgestellt wurde. Im Vorfeld hatten die fünf Projekt-Partner Unternehmen befragt, welche Relevanz sie Biodiversität in ihrer Branche geben und welche Tools und Angebote ihnen im unternehmerischen Alltag helfen.

“Das Thema Biodiversität wird in den Unternehmen zunehmend wahrgenommen, das zeigt auch unsere Umfrage. Wir freuen uns, dass wir Unternehmen mit dem UBi-Projekt konkret unterstützen. Besonders eine neue Verknüpfung mit Kernthemen des CSCP wie Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Digitalisierung trifft ins Herz der unternehmerischen Wertschöpfung.”

meinte Alexander Mannweiler, Projektkoordinator vom CSCP.

 

Foto Katja Zimmermann / Biodiversity in Good Company

 

Nach einem gemütlichen Networking am Mittag und folgte die Vorstellung neuer Angebote im UBi:

  • die kommende Zertifizierung von naturnahen Firmengeländen vom DGNB in Zusammenarbeit mit der Bodensee-Stiftung
  • Weiterbildungsangeboten der DIHK für Unternehmensvertretern im UBi-Netzwerk,
  • dem Wettbewerb „Die Lieferkette lebt“ von der ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative e. V.

 

Danach teilten sich die Teilnehmenden auf drei interessante Panels auf:

Im Panel 1 war Künstliche Intelligenz und Biodiversität gewidmet. Die Frage war: „Wie können Unternehmen KI & Digitalisierung für den Schutz der Biodiversität nutzen?“

Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität sind schwer messbar, das macht es Firmen, Behörden und Konsumentinnen schwer. Zwei Unternehmen und Dr. Frederic Stahl, vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, stellten die aktuellen Stati vor.

 

Im zweiten Panel diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, Finanzen und Behörde über bevorstehende und bestehende Regularien und die daraus resultierenden Notwendigkeiten für die Berichterstattung. Also das Thema, welches am Morgen schon herausgehoben wurde.

 

Und auch das dritte Panel beschäftigte sich mit praktischen, anwendbaren Themen wie naturnahen Lieferketten und Änderungen bei den Berichtspflichten. Praktiker, wie Pascal Bunk von Knauf, Gunnar Heller vom WWF und Isabella Naujoks vom BMUV zeigten Neuigkeiten auf.

 

Besonderer Dank geht an die Organisatorinnen Veronica Veneziano, Eva Endres, Lotte Hönnig und Adina Arth von ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative e.V. und Katja Zimmermann, von denen die Fotos stammen.

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